
Das Leben hat mir immer wieder Aufgaben gestellt, die zu einem tieferen Verständnis seiner Natur geführt haben.
Während meiner Pubertät wurde eine ausgeprägte Fehlstellung beider Kiefer immer unübersehbarer. Sie sorgte für eine fremdartige Optik, die keinem damaligen oder heutigen Schönheitsideal entsprach. Aus diesem Grund entwickelte ich in der prägendsten Phase zum Erwachsenwerden vollkommen andere Strategien im Umgang mit anderen als Gleichaltrige.
Nach dem Abitur 1987 begann ich ein Gitarrenstudium. Nach den ersten Semestern stellte sich musikalisch durch Fleiß allein an der Gitarre kein Fortschritt mehr ein. Um wirklich erfolgreich zu sein, musste ich meine verkopfte, unruhige Art überwinden und zu innerer Ruhe finden. Das Ergebnis dieses innerlichen Wachstums war ein Einser-Diplom an der Hamburger Musikhochschule.
Noch während des Studiums veränderte 1991 eine Kieferoperation mein Gesicht und damit mein Leben.
1993 bis 1996 arbeitete ich in Regensburg als Musiker im Bereich der Popmusik, danach organisierte ich in Hamburg Tourneen für nationale und internationale Künstler, so z. B. für America, John Watts, George Winston, Ina Deter, Nils Lofgren oder Blackmore's Night.
1998 übernahm ich die Geschäftsführung der mad music management GmbH, einer Firma für Künstlermanagement. Ich begleitete als Manager viele Jahre lang namhafte Künstler wie Ezio, Pe Werner oder Russ Ballard auf ihrem Karriereweg. Schon das war Coaching, genau wie die Unterstützung junger Künstler durch meine jahrelange Tätigkeit als Juror und Coach für den John Lennon Talent Award. Diverse Vorträge zum Thema Künstlermanagement und -entwicklung, u. a. an der Hamburger Musikhochschule und der Universität Ludwigsburg, folgten, und ab 2004 arbeitete ich zusätzlich als Talent Scout für Global Chrysalis, Deutschlands größten unabhängigen Musikverlag.
Als Extremsportler durchsteige ich seit dem Jahr 2000 Schluchten in aller Welt. Canyoning besteht im wesentlichen daraus, mit Hilfe von Klettertechniken an selten besuchte und manchmal mystische Orte vorzudringen. Der Zustand, in dem man sich nach diesem beeindruckenden Erlebnis befindet, ist die ideale Basis für jede Art von Erkenntnis und Wachstum. Meine Vision ist es, dies in meiner Arbeit mit Menschen zu nutzen. Um das Fundament für diese Idee zu legen, absolvierte ich 2006 nach einer intensiven Ausbildung die Prüfung zum staatlich anerkannten Canyonführer.
Der Verlust eines geliebten Menschen löste weitere Entwicklungen in mir aus. Dazu gehört die Entscheidung, das, was ich sowieso schon immer getan habe, endgültig Coaching zu nennen und mein Wissen auch hier durch eine fundierte Ausbildung zu untermauern.
Meine wirkliche Qualifikation ist jedoch die Weite des Weges, den ich gegangen bin.